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2006-02-01

Erster Journalistenpreis Bio geht an Journalisten von HÖRZU, ZDF-Umwelt, Frankfurter Rundschau und Chrismon

Anerkennung für Verbraucher-Information zur gesunden und leckeren Ernährung mit Bio-Lebensmitteln

- Die ersten Gewinner des "Journalistenpreises Bio" stehen fest. Ex-Verbraucherschutzministerin Renate Künast würdigte in ihrer Laudatio während der BioFach 2006, der weltgrößten Naturkost- und Naturwarenmesse in Nürnberg, das Engagement der Medien, Verbraucherinnen und Verbraucher über die gesunde und leckere Ernährung umfassend zu informieren. "Durch Ihre Arbeit liefern Sie den Menschen Entscheidungsgrundlagen, damit sie bewusst wählen können, welches Essen sie kaufen," meinte Künast. "Die Aufklärung über gesunde Ernährung wirkt vielfältig - sie unterstützt eine nachhaltige Landwirtschaft, erhält regionale Produkte und kann sogar Kosten im Gesundheitswesen verringern."

Das PresseForum BioBranche (PFBB), vor sechs Jahren von Pressesprechern der Biobranche gegründet, schrieb den "Journalistenpreis Bio" zur BioFach 2005 zum ersten Mal aus für Berichte, Interviews und Reportagen rund um das Thema ökologische Landwirtschaft und Naturkost. Die Resonanz war groß, unter 45 Beiträgen aller Medienformate mussten die Preisträger ermittelt werden.

Die Preisträger

Der erste Preis ging an Sonja Popovic von der "HÖRZU".
Über ihre Titelgeschichte "Wie viel Bio brauchen wir - ökologisch und lecker. Was gesunde Ernährung heute ausmacht" urteilte die Jury: Gut recherchiert, gut aufbereitet für eine große Zielgruppe. Der Beitrag klärt, wann und warum es sich lohnt für ökologische Lebensmittel etwas mehr Geld auszugeben und woran echte Bio-Qualität zu erkennen ist. Die Preisträgerin kann ihren Gewinn gleich für weitere Vertiefungen in Sachen Bio nutzen: Ulrich Walter von der Ulrich Walter GmbH mit den Lebensbaum-Gewürzen und -Tees überreichte Sonja Popovic den Gutschein für eine einwöchige Reise nach Ägpyten. Dort kann die Journalistin auf der Demeter Sekem-Farm erleben, wie durch die Bio-Dynamische Wirtschaftsweise die Wüste fruchtbar gemacht worden ist. Deutsche Bio-Kunden können Sekem-Produkte längst das ganze Jahr über genießen.

Den zweiten Preis verlieh das PFBB an Stefan Hanf von der ZDF-Redaktion Umwelt für den Beitrag "Ölmüllerin".
Der Besuch in der Ölmühle von Judith Moog in Bram im Süden Frankreichs stellt sowohl den Anbau als auch die schonende Verarbeitung zu den bekannten Bio Planete-Ölen anschaulich dar. Die fünfeinhalb Minuten Sendezeit reichten sogar, um die Handelsstrukturen in Deutschland zu beleuchten. Die Zuschauer erleben, wie die Öle im Gourmet-Tempel von Sternekoch Claude Taffarello "geadelt" werden. Das macht sicher Appetit, ist sehr gut recherchiert und exemplarisch für Anbau, Verarbeitung und Handel von Bio-Lebensmitteln, urteilte die Jury. Bei einer viertägigen Rundreise durch die West-Türkei kann Stefan Hanf neue Bio-Projekte kennenlernen. Volkmar Spielberger von der NaturataSpielberger AG überreichte ihm einen Gutschein für den Besuch kleinbäuerlicher Bio-Anbauprojekte im Menderes-Tal und in der Region Kemapla.

In der "Frankfurter Rundschau" steht der Name des Redakteurs Stephan Börnecke seit Jahrzehnten für kompetente Berichterstattung über Umweltthemen. Sein Beitrag "Importe bringen Bio-Bauern in Existenznot" beschreibt die schwierige Lage deutscher Öko-Landwirte, die sich vom Bio-Boom abgehängt sehen. Er wurde mit dem dritten Preis belohnt. Die Jury würdigte nicht zuletzt auch die kontinuierliche Beschäftigung mit dem Thema Bio in Leitartikeln, Berichten und Hintergrundreportagen selbst aus dem Ausland. Börnecke kann beim Erlebniswochenende im Gasthof "Rose" in Hayingen-Ehestetten nicht nur entspannen und genießen, sondern auch ökologische Gastronomie kennen lernen. Familie Tress verknüpft den Aufenthalt des Preisträgers natürlich auch mit einem Besuch auf dem eigenen Demeter-Hof, wo mancher gute Rohstoff für die anerkannt anspruchsvolle Küche erzeugt wird.

Beim Journal "Chrismon" kann sich Christine Holch ebenfalls über den dritten Preis freuen. Sie bringt den Lesern mit der aufwändig recherchierten Reportage "Hier wächst Fleisch" die ethischen Probleme der konventionellen Schweinemast in Deutschland nahe. Nüchtern im Text und geschickt in der Dramaturgie zeigt sie die Folgen des ganz gewöhnlichen Konsumverhaltens. Ihr Besuch bei ein paar tausend lebenden Schweine bietet immer wieder knappe Vergleiche mit den Lebensbedingungen der Bio-Tiere und stimmt nachdenklich. Bei einer zweitägigen Reportagereise zum Naturkosmetikhersteller Logona im Weserbergland kann die Autorin Aspekte der "natürlichen Schönheit" kennenlernen, kündigte Bettina Bockhorst, Marketingleiterin bei Logona, bei der Preisverleihung an.

Den Nachwuchspreis vergab das PFBB an die Schülerin Sabrina Gundert. Ihr Beitrag in der Rubrik "Junge Zeiten" im Kölner Stadt Anzeiger stellte die Gewissensfrage nach der Ernährung "Grün und gesund oder doch lieber lecker fettig" in angemessener Sprache und Recherche-Tiefe. Auch die junge Journalistin fährt zu Logona zu einer zweitägigen Reise in das Weserbergland.

Weitere Informationen sind erhältlich bei:
Renée Herrnkind
Demeter-Pressesprecherin
Gründungsmitglied PresseForum BioBranche
eMail: streichsmuehle@aol.com


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