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Pressemitteilungen2004-02-19 Alternativer Nobelpreis für Demeter-Farm Sekem in Ägypten ? viele Produkte im deutschen Bio-HandelWie tief die Wirkung von Sekem, der ägyptischen Demeter-Farm, die mit dem Alternativen Nobelpreis ausgezeichnet wurde, in die deutsche Bio-Branche reicht, zeigte eine Veranstaltung des PresseForum BioBranche (PFBB) während der Biofach-Messe in Nürnberg. Helmy Abouleish, der 1977 als 16jähriger einen voll gepackten Lastwagen aus Österreich bis in die Wüste steuerte, hat die Verwirklichung der Vision seines Vaters Dr. Ibrahim Abouleish von Anfang an miterlebt. Heute ist er der Geschäftsführer der Sekem, seine Frau Konstanze ist für die Entwicklung der Kollektionen aus Bio-Baumwolle zuständig. „Wenn die Right Livelihood Award Foundation, die den Alternativen Nobelpreis verleiht, Sekem als Geschäftsmodell des 21. Jahrhunderts bezeichnet, das wirtschaftlichen Erfolg mit sozialer und kultureller Entwicklung in der Gesellschaft durch eine „Ökonomie der Liebe“ verbindet, ist das für uns Anerkennung und Verpflichtung gleichermaßen,“ betonte er. Wichtig sei deshalb nicht zuletzt der Ausbau der Zusammenarbeit mit deutschen Bio-Firmen. Im deutschen Bio-Markt ist Sekem unter anderem mit seiner Baumwolle vertreten, die zu ökologischer Bekleidung verarbeitet wird. Außerdem können deutsche Bio-Kunden Demeter-Kräuter, -Sesam, -Reis oder –Datteln von Sekem kaufen. Im Gemüse-Regal sind zur Zeit gerade die kleinen aromatischen Salatgurken aus der Wüste zu haben, neben anderem Gemüse von Sekem, das rund ums Jahr über den Großhandel in die Bioläden Deutschlands verteilt wird. Zu den Handelspartner von Sekem gehören zum Teil seit über 20 Jahren die Bio-Firmen Lebensbaum/Ulrich Walter, NaturataSpielberger, Bauck, die Bingenheimer Saatgut-AG, Rapunzel, Alnatura, der Obst- und Gemüseimporteur Eosta aus den Niederlanden sowie Kosmetik-Hersteller Logona, der Henna aus der Wüste kauft. Dr. Götz Rehn von Alnatura stellte in der Pressekonferenz des PFBB die Textilverarbeitung von Sekem vor: „Wir sind richtig stolz darauf, dass allein das Nähen unserer Textilien der Marke Cotton People etwa 200 Menschen in Sekem Arbeit und Einkommen sichert.“ Hans Spielberger hat den Aufbau der Sekem-Mühle entscheidend mitgestaltet und einige Monate auf der Farm gelebt. Neben den wirtschaftlichen Aspekten hat ihn besonders berührt, mit wie viel Engagement, Geschick und Lebensfreude die Menschen auf Sekem arbeiten. Ulrich Walter mit der bekannten Naturkost-Marke Lebensbaum konnte sechs Jahre nach dem ersten Spatenstich im Wüstensand bereits Kräuter und Tee von Sekem nach Deutschland importieren, zum Beispiel Fenchel, Thymian, Kamille und Pfefferminze. Die Produkte werden als Demeter-Monogewürz und Kräutertees angeboten sowie in zahlreichen Teemischungen verarbeitet. Für Volkert Engelsman von Eosta ist die Beschreibung der Ägypter – „Sekem ist dort, wo die Pflanzen lächeln“ – seit 14 Jahren jeden Tag nachvollziehbar. „Wir verteilen täglich von September bis Juli Kartoffeln, Grüne Bohnen, Paprika, Gurken, Orangen, Weintrauben oder Zwiebeln von Sekem an Bioläden und Biosupermärkte in Deutschland und anderen europäischen Ländern und schätzen die hohe Qualität der biodynamischen Ware sehr.“ Für viele Bio-Kunden wird so der Träger des Alternativen Nobelpreises richtig erlebbar im Genuss der Sekem-Produkte. Damit das gute Beispiel weiter Schule machen kann, wird die Sekem-Führung die Mittel des Alternativen Nobelpreises der „Egyptian Society für Cultural Development stiften, die das Geld für die Vorplanung der Sekem-Universität einsetzen wird. Die Sekem-Universität wird Theorie und Praxis verbinden und soll so Grundlagen schaffen, das vom visionärem Unternehmen Sekem Erfahrene auf anderen Gebieten umzusetzen. „Dafür sind Kooperationen über Länder- und Konfessionsgrenzen hinweg ganz entscheidend,“ unterstreicht Helmy Abouleish. „Wir brauchen noch viele Sekems,“ meinen deshalb auch die Vertreter des PFBB, denen es gelungen ist, die unterschiedlichen Stränge der Sekem-Verbindungen in einem durchaus kurzweiligem Rund-Gespräch darzustellen. Das PFBB ist ein Zusammenschluss von Pressesprechern der Bio-Branche, die interessante Themen aus dem Öko-Bereich Firmen übergreifend bearbeiten und mediengerecht anbieten. |
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